BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Naturschutz mit Tradition:

Bereits seit Ende der siebziger Jahre gibt es auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich eine Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz. Der BUND ist einer der mitgliederstärksten nach dem Naturschutzgesetz anerkannten Naturschutzverbände. Er setzt sich für eine große Bandbreite von Umweltthemen ein: vom klassischen Naturschutz, wie Biotoppflege und Artenschutz, bis hin zu Projekten, die sich mit nachhaltiger Wirtschaftsweise ("zukunftsfähiges Deutschland") auseinandersetzen.


Auch unsere Kreisgruppe mischt sich durch die Abgabe von jährlich etwa 50 Stellungnahmen in Planfeststellungsverfahren in öffentliche Planungen ein.
Schwerpunkte waren in den letzten Jahren verschiedene Straßenplanungen wie die Eifelautobahn A60 oder die geplante Fortsetzung als B50neu mit dem Hochmoselübergang bei Ürzig, gegen die der BUND-Landesverband eine Verbandsklage erhoben hat, da das Projekt enorme Natur- und Landschaftsbild-Zerstörungen mit sich bringen würde, es aber andererseits vernünftige Alternativen gibt. Weiterhin waren wir gegen verschiedene Ferienparkprojekte aktiv sowie gegen den geplanten Lava-Abbau am Naturschutzgebiet "Mosenberg" bei Bettenfeld.


Von Anfang an im Einsatz - Freiwillige mit dem Balkenmäher bei der Pflege einer Orchideenwiese (ca. 1985)

Die Anfänge der BUND-Kreisgruppe Bernkastel-Wittlich

von Dr. Elisabeth von den Hoff

Nach 25 Jahren ist es Zeit, die Erinnerung an den Beginn der Umweltbewegung im Kreis Bernkastel-Wittlich wieder lebendig werden zu lassen, einer Bewegung, die nicht plötzlich an einem festen Termin entstand, sondern aus verschiedenen Initiativen langsam gewachsen ist.

Gründe für aktive Umweltinitiativen gab es Ende der siebziger Jahre genügend. Da war die Flächensanierung in der historischen Altstadt von Wittlich, die Abbruchmentalität bei der alten Bausubstanz unserer Dörfer, vor allem der übertriebene Autobahnbau in der Eifel, und es war das fehlende Interesse von Politikern und Behörden, die Bevölkerung umfassend zu informieren.

An vielen Orten organisierte sich damals Widerstand, so in der Prümer Aktion Umweltschutz oder in der Vereinigung Umweltschutz Mittelmosel (V.U.M.) mit der Initiative "Ja zur Mosel – Nein zur A60". Sie alle wollten aufklären, aufrütteln und die Bürger ermutigen, ihr legitimes Recht auf Einspruch wahrzunehmen.

Im Rückblick erinnern die Anfänge der Bewegung eher an die Fabel vom kleinen Spatz, der seine Beinchen nach oben streckt und auf die erstaunte Frage der Umstehenden erläutert: "morgen soll der Himmel einstürzen, und da stütze ich ihn ab". Dem Hohngelächter hält der Spatz entgegen: "man tut eben was man kann".



"Ich will hier raus" - Aktion gegen Massentierhaltung. Mit HeideWeidemann und Karl-Heinz Sülflow,

Quelle: http://bernkastel-wittlich.bund-rlp.de/ueber_uns/geschichte/